Der richtige Mediamix für Offline-Kampagnen
Warum drei unterschiedliche Kontaktpunkte mehr wirken als dreimal derselbe
Die häufigste Ursache für enttäuschende Offline-Kampagnen ist nicht zu wenig Budget, sondern zu wenig Abwechslung. Wer sein gesamtes Budget in ein einziges Format steckt, kauft Wiederholung am selben Ort – und stößt schnell an eine Sättigungsgrenze. Ab einer bestimmten Kontaktzahl bringt die zehnte Sichtung derselben Plakatfläche kaum noch zusätzliche Erinnerung.
Deutlich wirksamer ist ein Mix aus drei Ebenen. Die Reichweitenebene sorgt für Grundpräsenz im Stadtbild – typischerweise Großflächen, City-Light-Poster oder digitale Screens an Verkehrsachsen. Die Nahkontaktebene bringt die Marke in die unmittelbare Umgebung der Zielgruppe: Ambient Media im Café, Sampling in der Fußgängerzone, Werbung im Fitnessstudio. Und die Erlebnisebene liefert einen Moment, an den man sich erinnert: eine Aktion, ein Stand, eine Testmöglichkeit.
Die Faustregel, mit der wir arbeiten: etwa 50 Prozent des Budgets in Reichweite, 30 Prozent in Nahkontakt, 20 Prozent in Erlebnis und Verlängerung. Diese Verteilung ist kein Naturgesetz, aber ein guter Ausgangspunkt für die Diskussion – und deutlich besser als der Reflex, alles in das Format zu stecken, das man schon kennt.